Stammzellen: Kritik an Forschungsergebnissen



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Stammzellen: Kritik an Forschungsergebnissen.

(24.06.2010) Nach einem Bericht im Fachmagazin „Nature“ soll es Zweifel daran geben, dass die 2008 von deutschen Forschern entdeckten Stammzellen aus menschlichem Hodengewebe wirklich pluripotent sind. So könnten die besagten Stammzellen, die im November 2008 vom Team um den Tübinger Anatomieprofessor Thomas Skutella der Öffentlichkeit im Fachjournal „Nature“ in dem Artikel „Generation of pluripotent stem cells from adult human testis“ (Ausgabe 456 doi:10.1038/nature07404) präsentiert wurden, normale Bindegewebszellen sein.

Kollegen, wie der Direktor des Max- Planck- Institutes, Hans R. Schöler, verfassten nun wiederum in „Nature“ einen kritischen Artikel mit dem Titel „Human adult germline stem cells in question“ (Ausgabe 465 doi:10.1038/nature09089), wo sie die damalige Herangehensweise als unwissenschaftlich und nicht transparent bezeichnen.

Hintergrund ist, dass aus solchen Zellen, die als „Alleskönner“ gelten, Gewebe gezüchtet werden kann, das bei bestimmten Erkrankungen zum Einsatz kommen kann. Beispielsweise bei Morbus Parkinson, einer Erkrankung, bei der unter anderem Körperabläufe stark verlangsamt werden und die in der Öffentlichkeit durch betroffene Prominente wie Michael J. Fox, Muhammad Ali oder den Vater des Twilight Stars Robert Pattinson, bekannt wurde.

Auch andere Forscher werteten die Ergebnisse der Tübinger aus und kamen zu dem Schluss, dass vermutlich Skutellas Team einer Verwechslung erlegen sei und normale Bindegewebszellen gezüchtet habe. 2008 war der Artikel von Skutella und seinen Kollegen mit den pluripotenten Zellen fast schon als Sensation erschienen, doch die jetzigen Zweifel scheinen berechtigt und die Freude vieler Forscher, Mediziner und Betroffener zu bremsen. (Thorsten Fischer, Heilpraktiker Osteopathie)

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